Lebensmittel├╝berwachung Bilanz 2018: Etwa jede 9. Lebensmittelprobe in Rheinland-Pfalz beanstandet

„Mit unserer Lebensmittel├╝berwachung haben wir die Lebensmittelsicherheit im Blick – und das jeden Tag. 2018 hat das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher 19.891 Proben von Lebensmitteln, Kosmetika, Kleidung oder Spielsachen auf Gesundheitsgefahren oder irref├╝hrende Angaben hin untersucht. Die gute Nachricht: Im vergangenen Jahr gab es keinen gr├Â├čeren Lebensmittelskandal“, sagte Ern├Ąhrungsministerin Ulrike H├Âfken bei der Pressekonferenz zur Bilanz der Lebensmittel├╝berwachung in Koblenz.

Etwa jede neunte Probe entsprach jedoch nicht den gesetzlichen Vorgaben. Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat insgesamt 2.288 Proben beanstandet, etwa aufgrund fehlender Kennzeichnung oder irref├╝hrender Angaben. Damit blieb die Beanstandungsquote mit 11,5 Prozent gegen├╝ber 2017 mit 11,6 Prozent nahezu unver├Ąndert. „Erfreulich ist: Als tats├Ąchlich gesundheitssch├Ądlich bewerteten wir im vergangenen Jahr nur 26 Proben – das entspricht einem Anteil von 0,1 Prozent. Die H├Ąlfte davon war mit gef├Ąhrlichen Keimen wie Salmonellen belastet, die schwere Magen-Darm-Erkrankungen ausl├Âsen k├Ânnen“, erl├Ąuterte LUA-Pr├Ąsident Dr. Stefan Bent.

Mit Hightech-Analysemethoden Lebensmittelverunreinigungen auf der Spur

„Das Landesuntersuchungsamt entwickelt seine Analyseverfahren st├Ąndig weiter und ist so immer neuen Lebensmittelverunreinigungen auf der Spur. Um Verbraucherinnen und Verbraucher noch schneller und besser vor Gesundheitsgefahren und T├Ąuschung zu sch├╝tzen, ist es wichtig, auf neue Technik zu setzen. So hat die Lebensmittel├╝berwachung im vergangenen Jahr nach zahlreichen Lebensmittelvergiftungen in drei Kinderg├Ąrten schnell reagiert: Sie hat eine Methode zur Bestimmung des Toxins Cereulid etabliert, das sich in den K├Ąsesp├Ątzle eines Caterers befand“, f├╝hrte H├Âfken an und bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern f├╝r ihren Einsatz. Mit diesem neuen Analyseverfahren kann das LUA den von Bakterien gebildeten Giftstoff nun innerhalb eines Tages nachweisen. Seither habe die Lebensmittel├╝berwachung 37 Lebensmittelproben auf dieses Toxin untersucht, zum Beispiel Nudeln, Sp├Ątzle, Eis und Cremetorte. Cereulid konnte jedoch nach dem Vorfall gl├╝cklicherweise nicht mehr nachgewiesen werden, betonte die Ern├Ąhrungsministerin.

Bio ist eine gute Wahl f├╝r Umwelt und Verbraucher

Das Landesuntersuchungsamt hat im Jahr 2018 auch insgesamt 811 Proben Obst und Gem├╝se auf Pestizide untersucht: Bei 387 Proben von konventionell hergestelltem Obst und Gem├╝se aus Deutschland waren etwa 51 Prozent ohne quantifizierbare Pestizidr├╝ckst├Ąnde. Dies gilt lediglich f├╝r nur 21,4 Prozent der Proben aus dem EU-Ausland sowie 31 Prozent der Proben aus Drittl├Ąndern. „Wie in den vergangenen Jahren zeigt sich: Biologische Produkte sind deutlich weniger mit Pestiziden belastet als konventionelle Ware und daher eine gute Wahl f├╝r Umwelt sowie Verbraucherinnen und Verbraucher“, erkl├Ąrte H├Âfken. Von 51 ├ľko-Proben waren 43, also 84,3 Prozent, ohne quantifizierbare R├╝ckst├Ąnde. Von den acht ├ľko-Proben mit messbaren R├╝ckst├Ąnden hat die Lebensmittel├╝berwachung nur eine einzige Probe Bio-Zucchini aus Spanien beanstandet.

Die ausführliche Bilanz der Lebensmittelüberwachung 2018 ist hier online abrufbar.

Quelle: Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz
Internet: https://lua.rlp.de


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