Listerien-Skandal: Auch Fertiggerichte anderer Hersteller vom Wilke-R├╝ckruf betroffen

Hessische Beh├Ârden nennen jedoch weder Produkt- noch Markennamen

Produkte des Wurstherstellers Wilke sind auch in Fertiggerichten anderer Hersteller verarbeitet worden. Demnach haben sich die wegen eines Listerienverdachts zur├╝ckgerufenen Lebensmittel auch unter weiteren Markennamen verbreitet als bisher von den Beh├Ârden angegeben. Das geht aus einer Antwort des hessischen Verbraucherschutzministeriums von diesem Freitag (25.10.) auf eine Anfrage hervor, die die Verbraucherorganisation foodwatch bereits am 9. Oktober gestellt hatte.

Mehr als drei Wochen nach Start des R├╝ckrufs am 2. Oktober r├Ąumt das Ministerium damit ein, dass Wilke-Produkte auch in der Lebensmittelindustrie verarbeitet wurden. Von welchen Herstellern, in welchen Produkten und in wie vielen, l├Ąsst das Ministerium offen.

foodwatch kritisierte die Informationspolitik der Beh├Ârden als unverantwortlich. ÔÇ×Es wird gemauert, vertuscht, verschwiegen: Die hessischen Beh├Ârden unter der Verantwortung von Verbraucherschutzministerin Priska Hinz nehmen durch ihre verfehlte Informationspolitik weitere Erkrankungen billigend in Kauf. Sie m├╝ssen endlich alle bekannten Namen von betroffenen Herstellern, Marken, Produkten und Verkaufsstellen auf den Tisch legenÔÇť, erkl├Ąrte foodwatch-Gesch├Ąftsf├╝hrer Martin R├╝cker.

In der eigens zum Wilke-R├╝ckruf eingerichteten Verbraucherhotline empfehlen die hessischen Beh├Ârden eigenen Angaben zufolge Schwangeren, die zur├╝ckgerufene Wilke-Produkte gegessen haben, ÔÇ×auch ohne SymptomeÔÇť einer Erkrankung einen Arzt aufzusuchen. Demnach stufen die Beh├Ârden selbst also das Wissen, ob Wilke-Produkte verzehrt wurden, als gesundheitsrelevant ein ÔÇô gleichzeitig halten sie jedoch die ihnen bekannten Namen von betroffenen Abgabe- und Verkaufsstellen zur├╝ck. Auch Angaben zu den Lieferwegen in die Lebensmittelindustrie haben sie bislang unterlassen.

Hintergrund der Empfehlung an Schwangere ist, dass eine Listeriose auch unbemerkt ohne Symptome verlaufen kann, jedoch auf das ungeborene Kind ├╝bergehen kann. Die Inkubationszeit betr├Ągt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bis zu 67 Tage. Auch Sicht von foodwatch ist die l├Ąngst ├╝berf├Ąllige Ver├Âffentlichung aller den Beh├Ârden bekannten Produkte, Marken und Verkaufsstellen daher weiterhin relevant und im Sinne des Gesundheitsschutzes zwingend geboten.

Mehr Informationen bei foodwatch:

Vollst├Ąndige Antworten des hessischen Verbraucher- und Umweltministeriums auf die Anfrage von foodwatch vom 9. Oktober >

Mehr zur Empfehlung an Schwangere >

Quelle: foodwatch e.V.
Ihternet: www.foodwatch.de

 

 

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