foodwatch startet Beschwerdeplattform gegen Werbel├╝gen

Verbraucher k├Ânnen auf Schummelmelder.de Produktfotos online stellen

Die Verbraucherorganisation foodwatch hat eine Mitmach-Plattform gegen Etikettenschwindel gestartet: Unter┬áwww.schummelmelder.de┬ák├Ânnen Verbraucherinnen und Verbraucher ab sofort Lebensmittel, von denen sie sich im Supermarkt get├Ąuscht f├╝hlen, direkt online mit einem Foto und einem Kommentar hochladen.┬á

„Es steht nicht drauf, was drin ist oder es ist nicht drin, was drauf steht – wer sich schon mal beim Lebensmitteleinkauf ├╝ber Etikettenschwindel und Mogelpackungen ge├Ąrgert hat, kann jetzt beim ‚Schummelmelder‘ seinem ├ärger Luft machen“, sagte Sophie Unger, Projektleiterin bei foodwatch. Alle Produkte flie├čen auch ein in die Auswahl der Kandidaten f├╝r den Goldenen Windbeutel 2018, den Negativpreis von foodwatch f├╝r die Werbel├╝ge des Jahres.

Mitmachen ist einfach: Foto von einem Produkt aus dem Supermarkt machen, hochladen auf dem Portal und in einem kurzen Kommentar erkl├Ąren, warum man sich get├Ąuscht oder in die Irre gef├╝hrt f├╝hlt.┬á

„Wir wollen Verbraucherinnen und Verbrauchern eine Plattform geben, auf der sie ihre Kritik an Werbel├╝gen direkt ├Âffentlich machen k├Ânnen. Denn: T├Ąuschung ist leider eher die Regel als die Ausnahme im Supermarkt. Darauf wollen wir mit dem ‚Schummelmelder‘ aufmerksam machen – und Politik und Lebensmittelwirtschaft endlich zum Handeln bewegen“, erkl├Ąrte Sophie Unger von foodwatch. Die Verbraucherorganisation setzt sich seit langem f├╝r klarere Kennzeichnungsregeln ein. Die bisherigen Vorgaben sch├╝tzten nicht vor irref├╝hrenden Angaben auf Lebensmittelpackungen, so foodwatch. Obwohl im EU-Lebensmittelrecht allgemein ein Verbot von T├Ąuschung festgeschrieben sei, k├Ânnten in der Praxis Hersteller dennoch oft ganz legal schummeln und t├Ąuschen – weil zum Beispiel selbst Zuckerbomben mit Gesundheitsversprechen, unausgewogene Babyprodukte als kindgerecht oder hochverarbeitete Lebensmittel als „nat├╝rlich“ und „traditionell“ beworben werden d├╝rften. Im Rahmen eines sogenannten REFIT-Prozesses soll das EU-Lebensmittelrecht (Basisverordnung 178/2002) zwar momentan ├╝berarbeitet werden. Der im April 2018 vorgelegte Reformvorschlag der Europ├Ąischen Kommission sieht allerdings keine Verbesserungen beim Schutz der Verbraucherinnen und Verbrauchern vor T├Ąuschung vor, kritisierte foodwatch.

Um auf das Problem der legalen Verbrauchert├Ąuschung im Lebensmittelbereich hinzuweisen, verleiht foodwatch seit 2009 den Goldenen Windbeutel. Bei der Online-Abstimmung k├Ânnen Verbraucherinnen und Verbraucher aus f├╝nf nominierten Produkten die dreisteste Werbel├╝ge des Jahres w├Ąhlen. Auch f├╝r 2018 ist wieder eine Wahl zum Goldenen Windbeutel geplant.┬á

Link: 
Protestplattform von foodwatch gegen Werbelügen: www.schummelmelder.de  

Quelle: foodwatch e.V.
Internet: www.foodwatch.de

 

Bild/er:┬áPixabay┬áÔÇô Lizenz:┬áPublic Domain CC0


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