Nickelfreisetzung aus Spielzeug-Metallbaukästen häufig zu hoch


SPIELZEUGUNTERSUCHUNGEN IM LAVES ZEIGEN INSGESAMT ABER NUR WENIGE BEANSTANDUNGEN

Mehr als 650 Proben Spielzeug wurden 2016 bisher im Institut für Bedarfsgegenstände (IfB) Lüneburg des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) für die Länder der Norddeutschen Kooperation untersucht. Darunter Spielzeuge aus Metall, Kunststoff und Holz aber auch Seifenblasen und Schreibwaren. Insgesamt wurden nur 31 Proben (4,7 Prozent) beanstandet. Allerdings zeigten sich bei Metallbaukästen deutlich mehr Beanstandungen. Bei fünf von 20 Proben lag die Freisetzung des Kontaktallergens Nickel oberhalb des Grenzwertes – teilweise fast um das 40fache.

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Im Rahmen eines bundesweiten Überwachungsplans wurden im IfB Lüneburg 77 Spielzeuge aus Metall auf ihre Nickelfreisetzung überprüft. Darunter 20 Metallbaukästen, aus denen jeweils bis zu 23 Einzelteile untersucht wurden. Teile aus fünf Kästen überschritten den gesetzlichen Grenzwert für die Nickelfreisetzung. „Beim Konstruieren von Türmen oder Fahrzeugen haben Kinder längeren Hautkontakt mit den Metallteilen der Baukästen. Wir sehen daher diese Ergebnisse als kritisch an“, sagt Professor Eberhard Haunhorst, Präsident des LAVES. Bei zwei Metallpuzzles lag die Nickelfreisetzung ebenfalls oberhalb des Grenzwertes.

Nickel ist als Kontaktallergen bekannt und kann bei empfindlichen Personen eine Nickeldermatitis mit verschiedenen Symptomen, wie Juckreiz und Rötungen auslösen. Etwa 10 Prozent aller Kinder sind gegenüber Nickel sensibilisiert. Es wird bei der Herstellung von verschiedenen Bedarfsgegenständen, wie Schmuck, Uhren, Konservendosen und bei Spielzeugen aus Metall verwendet.

Im Rahmen der Norddeutschen Kooperation (NOKO) – der Zusammenarbeit der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein im Bereich der Sicherheit von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen sowie Veterinärdiagnostik – ist das IfB Lüneburg ein Kompetenzzentrum für die Untersuchung und Beurteilung von Bedarfsgegenständen und kosmetischen Mitteln. Der Bereich der Spielwaren-Untersuchung wird ausschließlich von den Wissenschaftlern in Lüneburg abgedeckt.

Informationen zu den weiteren Spielzeuguntersuchungen finden Sie unter www.laves.niedersachsen.de

 

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Internet: http://www.laves.niedersachsen.de

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