foodwatch fordert R├╝ckruf: Rewe-Eigenmarken enthalten gef├Ąhrliche Mineral├Âle

Lebensmittel der Rewe-Eigenmarken sind stark mit gesundheitsgef├Ąhrdenden Mineral├Âlen belastet. Das ist das Ergebnis eines neuen Labortests der Verbraucherorganisation foodwatch. Demnach sind drei von sechs getesteten Rewe-Produkten betroffen: „Rewe Bio Vollkornsemmelbr├Âsel“ enthalten aromatische Mineral├Âle (MOAH), die krebserregend und erbgutver├Ąndernd sein k├Ânnen. In den Produkten „ja! Langkorn-Spitzenreis“ und „Rewe Bio Dinkelflakes“ konnte die Verbraucherorganisation stark erh├Âhte Werte ges├Ąttigter Mineral├Âle (MOSH) nachweisen. MOSH k├Ânnen sich im menschlichen K├Ârper anreichern und die Organe sch├Ądigen. ├ľko-Test hatte k├╝rzlich in einem Veggie-Schnitzel der Rewe-Gruppe erh├Âhte MOSH-Werte gemessen, woraufhin Rewe einen Verkaufsstopp veranlasste.

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„Rewe muss jetzt konsequent sein: Was f├╝r Veggie-Schnitzel gilt, muss auch f├╝r Vollkornsemmelbr├Âsel gelten! Lebensmittel mit derartigen Mineral├Âlverunreinigungen haben im Supermarktregal nichts verloren“, sagte Johannes Heeg von foodwatch.

Das Verbrauchermagazin „├ľko-Test“ hatte in seiner Juni-Ausgabe von erh├Âhten MOSH-Werten im „Naturgut Bio-Veggie-Schnitzel“ berichtet – einer Eigenmarke des zur Rewe-Gruppe geh├Ârenden Discounters Penny. In einem Schreiben an ├ľko-Test, das foodwatch vorliegt, k├╝ndigte Rewe an, das Produkt „bis zur eindeutigen Kl├Ąrung des Sachverhalts“ aus dem Regal zu nehmen. foodwatch forderte von Rewe, auf die aktuellen Testergebnisse ebenso zu reagieren und die betroffenen Produkte aus dem Verkehr zu ziehen. F├╝r das mit krebsverd├Ąchtigen MOAH belastete Produkt „Bio Vollkornsemmelbr├Âsel“ m├╝sse Rewe zudem einen Produktr├╝ckruf veranlassen.

„Rewe kennt die Gefahren von Mineral├Âl in Lebensmittel nur zu gut. Es ist endlich Zeit f├╝r L├Âsungen: Nur eine wirksame Barriereschicht zwischen Verpackung und Lebensmittel kann den ├ťbergang von Mineral├Âlen aus Verpackungen sicher verhindern. Zudem muss Rewe den Produktionsprozess so sauber halten wie es technisch m├Âglich ist“, forderte Johannes Heeg.

Aromatische Mineral├Âle (MOAH) sind laut der Europ├Ąischen Beh├Ârde f├╝r Lebensmittelsicherheit (EFSA) und dem Bundesinstitut f├╝r Risikobewertung (BfR) potenziell krebserregend und erbgutver├Ąndernd. Ges├Ąttigte Mineral├Âle (MOSH) lagern sich im menschlichen K├Ârper vor allem in Organen wie Leber und Milz, aber auch den Lymphknoten ab. ├ťber Jahre hinweg kann es so zu Organsch├Ąden kommen. Besonders Kinder sind gef├Ąhrdet: Laut der EFSA sind diese st├Ąrker mit Mineral├Âlen belastet als Erwachsene. Mineral├Âle k├Ânnen ├╝ber unterschiedliche Wege in Lebensmittel ├╝bergehen. Eine wesentliche Quelle sind Druckfarben aus Altpapier-Verpackungen und Pappkartons, die zur Lagerung und zum Transport verwendet werden – aber auch durch in der Produktion verwendete Maschinen├Âle oder Abgase aus Industrie und Verkehr.

In den vergangenen Monaten waren in einer ganzen Reihe von Tests Mineral├Âl-Verunreinigungen in Lebensmitteln ├Âffentlich geworden – foodwatch fand sie etwa in Schoko-Osterhasen und in Bio-Haferflocken von Alnatura, ├ľko-Test in sogenannten Superfoods und Dr. Oetker-Produkten und Stiftung Warentest in Oliven├Âlen.

foodwatch fordert eine Null-Toleranz f├╝r die besonders kritischen aromatischen Mineral├Âle (MOAH) und strikte H├Âchstwerte f├╝r ges├Ąttigte Mineral├Âle (MOSH). Dazu m├╝ssten Hersteller gesetzlich verpflichtet werden, „funktionelle Barrieren“ einzusetzen: Mit einem geeigneten Innenbeutel oder einer Beschichtung der Verpackung lie├čen sich Produkt und Verpackung voneinander trennen, sodass weder Mineral├Âle noch hunderte weitere, zum Teil gesundheitsgef├Ąhrdende Chemikalien auf die Produkte ├╝bergehen k├Ânnen, so foodwatch. Solange es keine europ├Ąische Regelung gibt, sei die Bundesregierung in der Pflicht ein nationales Gesetz zu beschlie├čen.

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Quelle: foodwatch e.V.
Internet: www.foodwatch.de


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