Update: Fipronil in Eiern aus den Niederlanden – weiterer Stempelcode betroffen

Update 17.06.18 – Betroffen sind nun auch circa 75.000 Eier mit dem Stempelaufdruck 1-NL- 4050502. Diese Eier wurden von Nordrhein-Westfalen aus ├╝ber unterschiedliche Handelsketten sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Baden-W├╝rttemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Saarland vermarktet.

Aus Gr├╝nden der Vorsorge sollten grunds├Ątzlich alle Eier, die die Stempelaufdrucke 1-NL-4050502 oder 0-NL-4031002 aufweisen, nicht verzehrt werden. Diese Empfehlung gilt unabh├Ąngig vom tats├Ąchlichen Fipronilgehalt und f├╝r alle Verbrauchergruppen, insbesondere auch f├╝r Kinder.

 

Betroffen sind folgende Eier


Stempelcode: 0 NL 4031002
Stempelcode: 1 NL 4050502

 

UPDATE vom 12.06.18 / 15:25 Uhr
Nachweis in amtlichen Untersuchungen – Beh├Ârdliche Ermittlungen dauern an

Das Ministerium f├╝r Ern├Ąhrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Niedersachsen informiert ├╝ber erneute Fipronilnachweise oberhalb der zul├Ąssigen H├Âchstgehalte von 0,005mg/kg nach der EU-Verordnung Nr. 396/2005.

Betroffen sind Eier eines Bio-Legehennenbetriebes aus den Niederlanden, die in einer Packstelle im Landkreis Vechta beprobt wurden.

Zwei Proben ├╝ber dem R├╝ckstandsh├Âchstgehalt

Zwei der drei Ergebnisse der Zweituntersuchung ├╝berschreiten auch bei Ber├╝cksichtigung der Messunsicherheit den festgelegten H├Âchstgehalt nach der EU-Verordnung Nr. 396/2005 von 0,005mg/kg Fipronil. Das dritte Ergebnis ├╝berschreitet bei Ber├╝cksichtigung der Messunsicherheit den festgelegten H├Âchstgehalt nicht.

Nach Ministeriumsangaben sind Bezogen auf das amtliche Ergebnis 97.200 Eier im Zeitraum vom 17.05.-04.06.2018 geliefert worden. 73.545 dieser Eier der Packstelle in Vechta sind in den Bundesl├Ąndern Baden-W├╝rttemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und┬áSchleswig-Holstein in den Handel ausgeliefert worden.

Auf Grund der nachgewiesenen H├Âchstgehalts├╝berschreitung sind die Eier nicht verkehrsf├Ąhig und werden vom Markt genommen. Die zust├Ąndige ├ťberwachungsbeh├Ârde kontrolliert die ordnungsgem├Ą├če R├╝ckholung. Die niederl├Ąndischen Beh├Ârden wurden unterrichtet.“ so das Ministerium in einer Mitteilung.

Verbraucher sollten betroffene Eier vorichtshalber nicht verzehren und dem Handel zur├╝ckbringen oder verichten

Was stimmt nun?
Etwas verwirrend sind die aktuellen Angaben jedoch schon. Die niederl├Ąndischen Beh├Ârden sprechen – wie auch verschiedene Medienberichte – von einem Legehennenbetrieb in┬áTilligte im Osten des Landes. Der nun vom┬áMinisterium f├╝r Ern├Ąhrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Niedersachsen genannte Stempelcode geh├Ârt zu einem Legebetrieb in Putten, gut 80 Kilometer von Tilligte entfernt.

Im Sommer 2017 wurde EU-weit Millionen Eier zur├╝ckgerufen, weil das verbotene Insektizid Fipronil in Legehennenbetrieben zur Parasitenbek├Ąmpfung angewendet worden war.┬á

Schon damals war die Verbraucherinformation mehr als chaotisch. 

Die nun betroffenen Legehennen stammen von einem Gefl├╝gelz├╝chter, der schon 2017 aufgrund von Fipronilfunden gesperrt war. Nachdem die Probenahme im November 2017 gezeigt hatte, dass die Eier kein Fipronil mehr enthalten, durfte der Gefl├╝gelhalter wieder Eier auf den Markt bringen.

Die betroffenen H├╝hner wurden inzwischen get├Âtet und an die 45.000 Eier im Restbestand vernichtet. Die genaue Ursache der zu hohen Fipronil-Werte in den Eiern wird immer noch untersucht. Nach Angaben niederl├Ąndischer Beh├Ârden gibt keinen Hinweis darauf, dass dies auf eine k├╝rzlich erfolgte Anwendung von Fipronil zur Behandlung von Blutl├Ąusen zur├╝ckzuf├╝hren ist. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich im Boden noch Fipronil R├╝ckst├Ąnde befunden haben

 


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