PCB in Futtermitteln: PCB-H├Âchstgehalt in Eiern aus dem┬áLandkreis Osnabr├╝ck ├╝berschritten

H├Âchstgehalt f├╝r nicht dioxin├Ąhnliche PCB in Futtermitteln ├╝berschritten

UPDATE 2 – 15.11.2018┬á
PCB-H├Âchstgehalt in Eiern aus dem┬áLandkreis Osnabr├╝ck ├╝berschritten

Auf drei Betrieben im Landkreis Osnabr├╝ck wurden Eier gefunden, bei denen der H├Âchstgehalt an nicht-dioxin├Ąhnlichem (ndl)-PCB ├╝berschritten wurde. Es handelt sich um drei Kleinbetriebe mit 150, 352 und 376 Legehennenpl├Ątzen. Die beanstandeten Eier wurden ausschlie├člich direkt vom Erzeuger an Verbraucher abgegeben. Die Kunden werden durch den Lebensmittelunternehmer informiert, die Eier werden zur├╝ckgenommen. Durch den zust├Ąndigen Landkreis wurde auf Grund des Untersuchungsergebnisses die Abgabe von H├╝hnereiern untersagt.

Die Untersuchung der Eier fand als Eigenkontrolle in einem akkreditierten Labor statt. Der H├Âchstgehalt wurde teilweise um das Zweifache ├╝berschritten. Die Tiere der betroffenen Gefl├╝gelbetriebe haben vermutlich kontaminiertes Futter gefressen, das von einem Mischfutterwerk aus Minden stammen soll.

Grunds├Ątzlich wiesen Futtermittelchargen aus NRW teilweise deutliche (10-fache) H├Âchstgehalts├╝berschreitungen bei ndl-PCB auf. Durch Ermittlungen der Beh├Ârden in NRW und Niedersachsen konnte festgestellt werden, dass Einzellieferungen m├Âglicherweise kontaminierter Futtermittel auch an Betriebe in Niedersachsen erfolgten. Insgesamt sind 290 Tonnen m├Âglicherweise ndl-PCB-kontaminierter Futtermittel nach Niedersachsen geliefert worden. Die Kontamination soll durch Lackabsplitterung in zwei Verladesilos passiert sein.

Die Zahl der in Niedersachsen von dem Ereignis betroffenen Betriebe betrug zun├Ąchst insgesamt 29. Durch negative Proben konnten die Sperren von neun Betrieben inzwischen wieder aufgehoben werden (LK Osnabr├╝ck: 2x Gefl├╝gelmast, LK Grafschaft Bentheim: 2 Gefl├╝gelmast, LK Rotenburg: 1x Legehennen, LK Wittmund: 1 x Legehennen, au├čerdem negative Eierproben in 2 Betriebe im LK Leer und 1 im Emsland. Damit gibt es derzeit 20 gesperrte Betriebe.

Weitere Untersuchungen werden durchgef├╝hrt. Mit abschlie├čenden Ergebnissen ist Anfang kommender Woche zu rechnen.

UPDATE 15.11.2018 – Die Verunreinigung von Tierfutter mit nicht-dioxin-├Ąhnlichem PCB (ndl-PCB) wurde durch Lackabsplitterungen in den Lagerbeh├Ąltern eines nordrhein-westf├Ąlischen Futtermittelherstellers verursacht.

In NRW sind nach derzeitigem Kenntnisstand 41 gefl├╝gelhaltende Betriebe mit dem kontaminierten Futter beliefert worden. Betroffen sind die Kreise G├╝tersloh (18 landwirtschaftliche Betriebe ), Paderborn (14), Soest (5), Herford, Lippe, M├╝nster und Warendorf (je 1). Dabei handelt es sich um sieben Legehennen-Betriebe, 24 Masth├Ąhnchen-, acht Putenmastbetriebe sowie zwei Enten- und G├Ąnsehalter. Einzelne Lieferungen sind auch an landwirtschaftliche Betriebe in Hessen und Niedersachsen gegangen. Die jeweiligen Beh├Ârden wurden informiert.

Das Landeskontrollzentrum f├╝r Lebensmittel und Futtermittel des LANUV f├╝hrt die Untersuchungen weiter. Durch die Kreisordnungsbeh├Ârden wurden bereits Proben von Eiern, Fleisch und Futter genommen. Das LANUV entnimmt aktuell zehn weitere Futtermittelproben, die noch analysiert werden m├╝ssen.

Derzeit betroffen durch Futtermittellieferungen sind insgesamt┬áneun nieders├Ąchsische Betriebe┬áin den Landkreisen Osnabr├╝ck (5 Betriebe), Nienburg (2 Betriebe) und Grafschaft-Bentheim (2 Betriebe). Bei den Betrieben handelt es sich um H├Ąhnchenmast-, Legehennen- und Putenmastbetriebe. Die Betriebe wurden unmittelbar seitens der Futtermittel├╝berwachung des LAVES informiert. Die amtliche ├ťberpr├╝fung ergab, dass die an nieders├Ąchsische Betriebe gelieferten Futtermittel aus den verd├Ąchtigen Chargen bereits vollst├Ąndig verf├╝ttert wurden. Die┬áBetriebe wurden durch die zust├Ąndigen Lebensmittel├╝berwachungsbeh├Ârden in Abstimmung mit dem ML gesperrt.

Seit gestern Abend liegen erste Untersuchungsergebnisse vor. Die Werte von Puten aus einem Betrieb im Landkreis Nienburg liegen ├╝ber dem H├Âchstgehalt, diese d├╝rfen somit nicht als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden. Erste Untersuchungen von Masth├Ąhnchen aus zwei Betrieben im Landkreis Osnabr├╝ck und zwei Betrieben im Landkreis Grafschaft-Bentheim weisen Ergebnisse unterhalb des festgelegten H├Âchstgehaltes auf. Damit sind Lebensmittel aus vier von insgesamt neun Betrieben, die das betreffende Futtermittel aus NRW erhalten haben, unbedenklich.

Aktuell laufende R├╝ckrufe

Landkreis Osnabr├╝ck
Auf drei Betrieben im Landkreis Osnabr├╝ck wurden Eier gefunden, bei denen der H├Âchstgehalt an nicht-dioxin├Ąhnlichem (ndl)-PCB ├╝berschritten wurde. Es handelt sich um drei Kleinbetriebe mit 150, 352 und 376 Legehennenpl├Ątzen. Die beanstandeten Eier wurden ausschlie├člich direkt vom Erzeuger an Verbraucher abgegeben (bis auf eine Ausnahme ungestempelt!!).

Die Kunden werden durch den Lebensmittelunternehmer informiert, die Eier werden zurückgenommen. 

Belgien
Die belgischen Beh├Ârden informieren ├╝ber den R├╝ckruf von Eiern mit dem Stempelcode ┬á0BE3133.┬á

Produkt: Eier
Haltungsart: Bio
Stempelcode: 0BE3133

Die betroffenen Eier wurden ├╝ber verschiedene Einzelhandelsgesch├Ąfte in Belgien verkauft. Eier mit diesem Stempelcode waren bereits 2017 aufgrund einer PCB Belastung zur├╝ckgerufen worden

Bei einem der von den Futtermittellieferungen betroffenen Betriebe handelt es sich um einen Junghennenaufzuchtbetrieb. Aus diesem Betrieb wurden Junghennen an 18 Legehennenbetriebe in verschiedenen Landkreisen in Niedersachsen (Ammerland, Aurich, Diepholz, Emsland, Leer, Nienburg (Weser), Landkreis Oldenburg, Region Hannover, Rotenburg (W├╝mme), Wolfenb├╝ttel, Zweckverband JadeWeser) sowie in Nordrhein-Westfalen (3 Betriebe), Sachsen-Anhalt (2 Betriebe), Brandenburg (1 Betrieb) und Th├╝ringen (1 Betrieb) geliefert. Auch diese Betriebe unterliegen einer amtlichen Sperre, bis durch Untersuchungsergebnisse die Unbedenklichkeit der Konsumeier gekl├Ąrt ist.

Aktuell werden┬áweitere Ermittlungen und Probenahmen in den nieders├Ąchsischen Betrieben┬ádurchgef├╝hrt. Vom Ergebnis der Untersuchungen h├Ąngt ab, ob die Gewinnung von Eiern zum Verzehr sowie die Schlachtung von Masttieren wieder zugelassen werden kann.┬áBis dahin bleiben alle Betriebe amtlich gesperrt.┬áMit dem Vorliegen von weiteren Untersuchungsergebnissen wird fr├╝hestens Ende dieser Woche gerechnet.

Quelle:┬áNieders├Ąchsisches Ministerium f├╝r Ern├Ąhrung,┬áLandwirtschaft und Verbraucherschutz


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