Aflatoxin B1 in Babynahrung „Bimbosan Bio-Mais-Milchbrei“

UPDATE 17.07.2018

Heute hat uns der Schweizer Hersteller Bimbosan folgendes mitgeteilt

„Betroffen ist das Produkt Bimbosan Bio-Mais-Milchbrei, welches in Deutschland vertrieben wurde. Eine Analyse eines Einzelbeutels hat ein leicht erhöhtes Aflatoxin B1-Resultat ergeben. Daraufhin wurde ein repräsentatives Muster, bestehend aus 40 Einzelproben erhoben. Das Ergebnis der Untersuchung war mit 0.1mcg/kg Produkt gesetzeskonform. In enger Absprache mit den Behörden wurde auf Grund des Einzelresultates entschieden, das in Deutschland betroffene Produkt vorsorglich vom Markt zu nehmen.

Schweizer Kundinnen und Kunden sind nicht tangiert: Das in der Schweiz vertriebene Produkt ist nicht betroffen. Zudem kann Bimbosan ausschliessen, dass weitere Produkte betroffen sind. Zudem wurden alle noch am Lager befindlichen Bio-Mais-Milchbrei-Artikel umgehend gesperrt, es befinden sich keine betroffenen Konsumpackungen im Handel.

Das europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (Rapid Alert System for Food and Feed, RASFF) warnt aktuell (Notification details – 2018.1986) vor Aflatoxin B1 (B1 = 0.18µg/kg-ppb) in getreidebasierter Babynahrung aus der Schweiz.

Der RASFF-Meldung zufolge wurde das Produkt auch in Deutschland verkauft, allerdings werden leider weder Hersteller noch Verkaufswege genannt. Warum sich aber auch der Hersteller nicht selbst um Aufklärung bemüht, ist im Falle von Babynahrung nicht nachvollziehbar. Wir haben alle uns bekannten Hersteller angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten.

Unsere Empfehlung für Eltern kann daher nur lauten, getreidebasierte Babynahrung mit Herkunft Schweiz derzeit vorbeugend nicht zu füttern!

RASFF Meldung >

Infobox Aflatoxine

Aflatoxine sind natürlich vorkommende Pilzgifte (Mykotoxine). Man unterscheidet mindestens 20 natürlich vorkommende Aflatoxine, von denen Aflatoxin B1 als das für den Menschen gefährlichste gilt. Neben Aflatoxin B1 haben vor allem die Toxine B2, G1 und G2 sowie die in Milch vorkommenden Derivate M1 und M2 eine größere Bedeutung.

Aflatoxine haben bei Konzentrationen um 10 µg/kg Körpergewicht akut hepatotoxische Wirkung (Leberdystrophie), wirken jedoch schon bei geringeren Konzentrationen und vor allem bei wiederholter Aufnahme karzinogen auf Säugetiere, Vögel und Fische. Die letale Dosis von Aflatoxin B1 beträgt bei Erwachsenen 1 bis 10 mg/kg Körpergewicht bei oraler Aufnahme. Im Tierversuch mit Ratten (letale Dosis 7,2 mg/kg Körpergewicht) wurde die Karzinogenität einer Tagesdosis von 10 µg/kg Körpergewicht eindeutig nachgewiesen. Aflatoxin B1 ist damit eine der stärksten krebserzeugenden Verbindungen überhaupt.

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