Infektionsgefahr – Beh├Ârden warnen vor Vibrionen in der Ostsee

Aktuelle Hinweise zum Baden in der Ostsee
Aufgrund der derzeitig hohen Temperaturen bestehen trotz regelm├Ą├čiger ├ťberwachung immer gewisse Risiken beim Aufenthalt in nat├╝rlichen Gew├Ąssern.┬á

Aufgrund des Wetters kann nicht ausgeschlossen werden, dass es ├Ârtlich zu Blaualgenbl├╝ten kommt. Au├čerdem ist in seichten Uferbereichen einiger Mecklenburger Binnengew├Ąsser auch mit Zerkarien (Larven von Saugw├╝rmern) zu rechnen. Sie k├Ânnen sich auf der Haut mit stark juckenden Pusteln und Quaddeln bemerkbar machen.

Vibrionen

In der Ostsee k├Ânnen bei den jetzt herrschenden h├Âheren Temperaturen vermehrt Vibrionen vorkommen, die in seltenen F├Ąllen zu schweren Infektionen f├╝hren k├Ânnen. Derzeit sind an fast allen Str├Ąnden der Ostsee Vibrionen festgestellt worden. Einen ersten Fall mit t├Âdlichem Ausgang gab es bei einer 90 j├Ąhrigen Frau. 2017 war dem LAGuS eine Infektion gemeldet worden, 2016 waren es drei Infektionen.

Es sind jedoch nur sehr wenige Badeg├Ąste durch Vibrionen gef├Ąhrdet. Die Erkrankungsgefahr besteht im Wesentlichen f├╝r Personen mit bestimmten Grundrisiken. Dazu geh├Âren Personen mit chronischen Grundleiden (z. B. Lebererkrankungen, Alkoholabh├Ąngigkeit, Diabetes mellitus) bzw. mit bestehender Immunschw├Ąche (z. B. nach Transplantationen bzw. bei einer bestehenden HIV-Infektion) sowie Personen h├Âheren Alters. Wenn Badeg├Ąste zu diesen Risikogruppen geh├Âren und Hautverletzungen vorhanden sind, sollte ein Kontakt mit Meer- oder Brackwasser unterbleiben.

Bei Infektionen mit Vibrionen im Ostseeraum sind die Haupteintrittspforten oberfl├Ąchliche und tiefe Hautverletzungen, ├╝ber die die Vibrionen beim Baden oder Wasserwaten in erregerhaltigem Ostseewasser in den K├Ârper gelangen. Wundinfektionen, die mit tiefgreifenden Nekrosen einhergehen, spielen in unserer Region die Hauptrolle. Davon ausgehend kann sich sehr schnell eine sogenannte Sepsis mit einer Besiedlung anderer K├Ârperteile, Fieber und Sch├╝ttelfrost ausbilden. Die Infektion ist durch einen rasanten Verlauf mit hoher Sterblichkeitsrate gekennzeichnet. Entscheidend f├╝r die Prognose ist die fr├╝hzeitige Einleitung einer ad├Ąquaten Antibiotika-Therapie.

In diesem Zusammenhang weist das LAGuS auf den Informationsflyer hin, der ├╝ber die Gefahren aufkl├Ąrt, die das Baden im Meer bzw. das Baden in Seen mit sich bringen kann.┬á

 


Wichtige Infoflyer

Baden im Meer – Was Sie wissen sollten…
Vibrionen – Krankheitserreger in der Ostsee


Quelle: Landesamt f├╝r Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS)

Internet: http://www.lagus.mv-regierung.de

 


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