Lebensmittelwarnungen ÔÇô Beh├Ârden warnen unzuverl├Ąssig und unzul├Ąnglich

Im Jahr 2011 wurde mit gro├čem Tam-Tam und vielen Versprechungen das Portal lebensmittelwarnung.de gestartet. Es ist das Portal der Bundesl├Ąnder sowie des Bundesamtes f├╝r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit f├╝r Endverbraucher. Hier sollen Endverbraucher dann auch schnell und umfangreich ├╝ber m├Âgliche Gefahren informiert werden, die von Lebensmitteln ausgehen k├Ânnen.┬á

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Tats├Ąchlich aber werden ├╝ber dieses Portal so gut wie keine Beh├Ârdenmeldungen publiziert. Weit ├╝ber 90% der dort ver├Âffentlichten Meldungen sind Presse- oder Verbraucherinformationen der Hersteller. Endverbraucher sind also quasi darauf angewiesen, dass betroffene Produkte der jeweils zust├Ąndigen Landesbeh├Ârde gemeldet werden und von diesen dann auch zeitnah auf lebensmittelwarnung.de ver├Âffentlicht werden.

Oft fehlen aber in den Herstellermeldungen wichtige Zusatzinformationen zum Grund des R├╝ckrufes. Bakterielle Kontamination ist inzwischen eine beliebte Formulierung geworden, mit der aber kein Verbraucher und auch kein Mediziner wirklich etwas anfangen kann.


Was kann schlimmstenfalls warum passieren

diese Information geh├Ârt in jede Warnung!


Funktioniert das System?

Dies kann unserer Ansicht nach ganz klar verneint werden. Wichtige Warnungen und R├╝ckrufe werden┬áteilweise erst nach Wochen ver├Âffentlicht, manch eine Warnung erscheint ├╝berhaupt nicht, obwohl Hersteller und Vertrieb betroffener Ware in Deutschland sitzen.

Dies kann f├╝r Endverbraucher zu ganz erheblichen Gesundheitsgefahren f├╝hren.

Aktuelle Beispiele sind die Ver├Âffentlichungen folgender Lebensmittelwarnungen

Beispiel 1
lebensmittelwarnung.de ver├Âffentlicht am 22.07.2016 eine Warnung zu „Manner Rumtr├╝ffelcreme Herzen 300g“ wegen Spuren von nicht deklariertem Sesam – f├╝r Allergiker eine wichtige Information!

├ťber CleanKids und produktwarnung.eu wurde diese Meldung bereits am 30.06.2016 ver├Âffentlicht

Beispiel 2
Am 12.Juni und am 6. Juli wurden ├╝ber produktwarnung.eu und CleanKids zwei R├╝ckrufe der Naturkornm├╝hle Werz ver├Âffentlicht. Grund: Beide Produkte (ÔÇ×Buchweizen-Mandel-ZungenÔÇť und „Reis Ringe mit Glasur nach Schoko Art“ enthielten Gluten obwohl diese als Glutenfrei gekennzeichnet werden.

Bis heute (22.07.2016) findet sich hierzu keinerlei Information f├╝r Endkunden in Deutschland auf dem Portal der Bundesl├Ąnder lebensmittelwarnung.de und dies, obwohl der Hersteller in Deutschland sitzt und die Produkte bundesweit im Handel erh├Ąltlich waren.┬áF├╝r Z├Âliakie Betroffene wichtige Informationen

Diese Beispiele lie├čen sich aber auch erweitern, erst Anfang Juli war es ein Ziegenk├Ąse aus Frankreich, der mit E.Coli-Keimen belastet war. Die Meldung ├╝ber das BVL-Portal erfolgte 5 Tage sp├Ąter. Es┬áist v├Âllig inakzeptabel, dass Verbraucher in Deutschland fast eine Woche lang nicht ├╝ber diesen „gef├Ąhrlichen“ K├Ąse informiert wurden.

Verbraucherschutz Gl├╝ckssache?

Verbraucherschutz kann und darf keine „manchmal“ Angelegenheit sein! Alle Konsumenten und Konsumentinnen m├╝ssen sich auf die Arbeit der zust├Ąndigen Stellen verlassen k├Ânnen. Verbraucherschutz ist auch Gesundheitsschutz – wird hier geschlampt k├Ânnen lebensbedrohliche Erkrankungen die Folge sein. Die j├╝ngsten Ereignisse um den sog. Listerienskandal ind Bayern zeigen dies ganz deutlich auf.

Schon zum Start im jahr 2011 hatte die Linken-Abgeordnete Karin Binder den Mehrwert der Internetseite bei „nahe Null“ gesehen und zweifelte schon damals daran, dass Lebensmittelwarnungen tats├Ąchlich beim Endverbraucher ankommen.

Allein das Portal lebensmittelwarnung.de des BVL verschlingt jedes Jahr zig-Tausende Euro – stellt sich die Frage, ob dieses Geld nicht anderweitig sinnvoller angelegt w├Ąre…

├ťbrigens: Unsere┬áAppÔÇÖs zu Produktr├╝ckrufen und Verbraucherwarnungen warnen schnell und sind als kostenloser Download verf├╝gbar unter:┬á┬áhttp://produktwarnung.eu/produktwarnung-app

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