Rückruf: Gesundheitsgefahr – hohe Mengen an Ochratoxin A und Aflatoxin B1 in Mini-Feigen

Da viele Verbraucher die in Grenznähe leben, auch dort einkaufen bitten wir um Beachtung dieser Meldung

Die Belgische Lebensmittelbehörde warnt vor hohen Mengen an Ochratoxin A und Aflatoxin B1 in Mini-Feigen, die unter verschiedenen Markennamen verkauft wurden. Hintergrund ist eine europäische Warnung im Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (Rapid Alert System for Food and Feed, RASFF).

Der Meldung zufolge sind betroffene Feigen unter Anderem auch nach Deutschland, Frankreich und die Niederlande gelangt. In Belgien wurden die betroffenen Produkte inzwischen aus dem Verkauf genommen.

 

[ig_icon icon=”genericon-notice” size=”large”] Betroffener Artikel


Marke: Tadal
Gewicht: 300g
Lotnummern: 15503 und 15515

Marke: Cebon
Gewicht: 200 und 400 Gramm
Lotnummern: A 15/0779 und A 15/0810

Marke: Delidaele
Gewicht: 200g
Lotnummern: 1513592
Haltbarkeit / DDM: 15/06/2016

Marke: AllFruitSec
Gewicht: 300g
Lotnummern: 15.51.3
Haltbarkeit / DDM: 16/07/2016

Marke: unbekannt
Gewicht: 300g
Lotnummern: 15494


 

Noch vorhandene Feigen sollten auf keinen Fall verzehrt werden.

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[ig_notice color=”yellow”]Infobox Aflatoxine
Aflatoxine sind natürlich vorkommende Pilzgifte (Mykotoxine), die erstmals beim Schimmelpilz Aspergillus flavus nachgewiesen wurden. Sie wurden entsprechend nach dieser Art benannt („A-fla-toxin“). Aflatoxine können jedoch auch von anderen Arten der Gattung Aspergillus wie Aspergillus parasiticus, Aspergillus tamarii, Aspergillus nomius und weiteren Arten gebildet werden.

Man unterscheidet mindestens 20 natürlich vorkommende Aflatoxine, von denen Aflatoxin B1 als das für den Menschen gefährlichste gilt. Neben Aflatoxin B1 haben vor allem die Toxine B2, G1 und G2 sowie die in Milch vorkommenden Derivate M1 und M2 eine größere Bedeutung.

Aflatoxine haben bei Konzentrationen um 10 µg/kg Körpergewicht akut hepatotoxische Wirkung (Leberdystrophie), wirken jedoch schon bei geringeren Konzentrationen und vor allem bei wiederholter Aufnahme karzinogen auf Säugetiere, Vögel und Fische. Die letale Dosis von Aflatoxin B1 beträgt bei Erwachsenen 1 bis 10 mg/kg Körpergewicht bei oraler Aufnahme. Im Tierversuch mit Ratten (letale Dosis 7,2 mg/kg Körpergewicht) wurde die Karzinogenität einer Tagesdosis von 10 µg/kg Körpergewicht eindeutig nachgewiesen. Aflatoxin B1 ist damit eine der stärksten krebserzeugenden Verbindungen überhaupt.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Aflatoxine aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar[/ig_notice]

Bilder: l’AFSCA – Agence Fédérale pour la Sécurité de la Chaîne Alimentaire

 

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