R├╝ckruf: Insektizid in M├╝ller-Thurgau Wein des Weingutes Jan Ulrich

Derzeit l├Ąuft ein R├╝ckruf von M├╝ller-Thurgau Wein des Weingutes Jan Ulrich mit Sitz in Diesbar-Seu├člitz (Sachsen). Grund f├╝r den R├╝ckruf ist der Nachweis eines┬áInsektizides.┬á

weisswein

[ig_icon icon=“genericon-notice“ size=“large“] Betroffener Artikel


Produkt: 2015er M├╝ller-Thurgau
Hersteller / Inverkehrbringer: Weinkellerei Jan Ulrich
Grund: Insektizid


Zuvor wurden bereits einige tausend Liter Goldriesling des Weingut’s Ulrich beh├Ârdlich gesperrt.

Am 28. Januar hatte der Weinbauverband Sachsen e.V. – dem allerdings die betroffene Weinkellerei nicht angeh├Ârt – in einer Pressemitteilung mitgeteilt:

Bereits im September letzten Jahres untersuchte die Landesuntersuchungsanstalt die betroffene Traubencharge (Goldriesling / anm.d. Redaktion) und stellte dabei Spuren des Insektizids mit dem Wirkstoff Dimethoat fest. Sofort nach dem Vorliegen des Untersuchungsergebnisses wurde noch lange vor der Abf├╝llung in Flaschen die Traubencharge gesperrt. Eine Gef├Ąhrdung der Verbraucher bestand also zu keinem Zeitpunkt, der Wein war und ist nie in den Handel gelangtÔÇť, erl├Ąutert Weinbauverbandschef Christoph Reiner.

Nun hat sich herausgestellt, das auch bereits in Flaschen abgef├╝llter 2015er M├╝ller-Thurgau Wein des Weinguts Jan Ulrich betroffen ist. Nach Angaben des zust├Ąndigen Landratsamtes ist der Wein zwar bei H├Ąndlern angekommen, allerdings nicht in den Verkauf gelangt – eine doch recht widerspr├╝chliche Aussage.

Das Weingut hat scheinbar inzwischen selbst einen R├╝ckruf der betroffenen Flaschen initiiert, dies jedoch im Stillen und ohne Endverbraucherinformation. Derzeit ist der Unternehmer nicht erreichbar (scheinbar auch f├╝r das zust├Ąndige Landratsamt) – in einer solchen Krisensitaution ein mehr als zu kritisierendes Verhalten.

Monate sind inzwischen vergangen und noch immer unklar ist, wie das Insektizid in den Wein gekommen ist. Das zust├Ąndige Landratsamt in Mei├čen und das S├Ąchsische Staatsministerium f├╝r Soziales und Verbraucherschutz halten sich nach wie vor bedeckt – Wir k├Ânnen Aufgrund laufender Untersuchungen keine Angaben machen, so der Tenor.

UPDATE 12.02.2016 – So kam das Gift in den Wein >

Eine schriftliche Anfrage an das┬áS├Ąchsische Staatsministerium f├╝r Soziales und Verbraucherschutz wurde uns bislang nicht beantwortet (Redaktion)

 

S├Ąchsische Zeitung: Sehr lesenswerter Kommentar >>

 

[ig_notice color=“gray“]Hintergrund┬áDimethoat (Bi 58)

Dimethoat wird als Insektizid gegen Sch├Ądlinge wie zum Beispiel Blattl├Ąuse, Zikaden, Wanzen aber auch gegen Hausfliegen eingesetzt.

Die Substanz wirkt als starkes Nervengift auf zahlreiche Organismen, darunter alle Insekten, alle S├Ąugetiere und somit auch Menschen. Die St├Ąrke der Wirkung ist von der Masse des Individuums abh├Ąngig, da sich Dimethoat im K├Ârper verteilt. Dieses Nervengift wirkt immer dann gef├Ąhrlich, wenn es zum Zeitpunkt der Aufnahme eine funktionssch├Ądigende Konzentration erreicht. F├╝r behandelte Pflanzen, die zum menschlichen Verzehr bestimmt sind, sind je nach Kultur unterschiedlich lange Wartezeit vorgeschrieben. Quelle: wikipedia.de

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