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Herrenberg: Abkochgebot aufgehoben – keine Verunreinigung des Trinkwassers

Entwarnung für die Herrenberger Kernstadt und die Teilorte Gültstein, Mönchberg und Kayh: Das Abkochgebot für Trinkwasser ist ab sofort aufgehoben. Das zuständige Labor meldete am Freitag, 17. Dezember, eine fehlerhafte Auswertung. Die Proben aus dem Hochbehälter Markweg waren ohne Befund. Somit kann das Trinkwasser verwendet werden, ohne es vorher abzukochen.


Am Mittwoch, 15. Dezember haben die Stadtwerke Herrenberg eine Verunreinigung des Trinkwassers mit Coli-Bakterien festgestellt. Betroffen sind die Kernstadt sowie die Teilorte Gültstein, Mönchberg und Kayh. In diesen Bereichen gilt daher seit heute, 16. Dezember, ein vorsorgliches Abkochgebot. Erste Maßnahmen wurden getroffen. Die Ursache der Verunreinigung ist bisher nicht bekannt.

Bei einer Routineuntersuchung des Trinkwassers in Herrenberg wurde am Mittwoch, 15. Dezember eine Verunreinigung mit E. coli-Bakterien festgestellt. Betroffen sind die Kernstadt sowie die Teilorte Gültstein, Mönchberg und Kayh. In diesen Bereichen ist das Wasser ab heute, 16. Dezember vorsorglich mindestens 7 Minuten lang abzukochen, sofern es zum Trinken, Kochen oder zur Zubereitung von Speisen oder Getränken verwendet werden soll. Über Warnsysteme wurde die Bevölkerung bereits informiert. Als Brauchwasser, das heißt für Toilettenspülungen, die Bewässerung und ähnliches kann das Leitungswasser weiterhin verwendet werden.

Um die Gefahr soweit wie möglich einzudämmen, versetzen die Stadtwerke Herrenberg das verunreinigte Trinkwasser vorsorglich innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte mit Chlor. Von diesem Vorgang geht keine Gefahr für Menschen aus. Vom Befüllen von Aquarien wird jedoch dringend abgeraten. Die Stadtwerke informieren, sobald Entwarnung gegeben werden kann. Bis dahin ist der Notfall-Dienst der Stadtwerke Herrenberg telefonisch unter 07032 9481-0 zu erreichen.

Wie wird das Trinkwasser kontrolliert?

Beim Wassernetz wird sehr engmaschig geprobt und im Labor untersucht. Das Trinkwasser muss sehr hohen Ansprüchen genügen. Schon bei kleinsten Kontaminationen, wie im vorliegenden Fall, ist es wichtig, dass sofort Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen werden wie hier der Hinweis aus das Abkochen des Wassers.

Wie reinigt man Trinkwasser nach einer Kontamination?

Im ersten Schritt wird das Wasser mit Chlor desinfiziert und die Leitungen gespült. Gleichzeitig startet die Ursachensuche und wenn diese gefunden ist wird sie beseitigt. Erst wenn die Laborproben wieder den einwandfreien Wasserzustand bestätigen, gibt es Entwarnung.

Welche Folgen hat das Trinken von Wasser mit Coli-Bakterien?

Das ist abhängig von der Konzentration der Verunreinigung und ob der Mensch Vorerkrankungen hat. Bei gesunden Menschen passiert häufig nichts, trotzdem sollte sicherheitshalber das Trinkwasser abgekocht werden, bis es Entwarnung gibt. Grundsätzlich können Coli-Bakterien Krankheiten auslösen, vom Durchfall bis zur bakteriellen Infektion.

Quelle: Stadtverwaltung Herrenberg

 

Infobox STEC/VTEC-Bakterien

Das Shigatoxin wirkt enterotoxisch und cytotoxisch und zeigt Ähnlichkeiten mit dem von Shigellen gebildeten Toxin. Analog werden VTEC (Verotoxin produzierende E. coli) benannt. Durch EHEC verursachte Darmerkrankungen wurden vornehmlich unter dem Namen enterohämorrhagische Colitis bekannt. EHEC-Infektionen zählen zu den häufigsten Ursachen für Lebensmittelvergiftungen. Der Erreger ist hoch infektiös: 10 – 100 Individuen sind für eine Erkrankung ausreichend. Die Bakterien können dramatisch verlaufende Durchfallerkrankungen hervorrufen. Als lebensbedrohliche Komplikation kann sich insbesondere bei Kindern unter sechs Jahren, älteren Menschen oder abwehrgeschwächten Personen in fünf bis zehn Prozent der Erkrankungen im Anschluss an die genannten Darmsymptome ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) entwickeln. Dieses ist hauptsächlich gekennzeichnet durch eine Schädigung der Blutgefäße, der roten Blutkörperchen und der Nieren, was häufig eine Dialyse erforderlich macht. Als weitere Komplikationen können Hirnblutungen, neurologische Störungen und Schädigungen an anderen Organen (Bauchspeicheldrüse, Herz) auftreten.

Personen, die nach dem Verzehr entsprechende Symptome aufweisen, sollten dringend einen Arzt aufsuchen.

Informationen des BfR >

 

 

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