Kindersitztest: Viele gute Sitze in allen Altersklassen – zwei Modelle versagen

Viele gute Sitze in allen Altersklassen / Vier Kindersitze mit Alarmsystem im Test

Um die Sicherheit von Kindern im Auto zu erh├Âhen, testen der ADAC und die Stiftung Warentest regelm├Ą├čig neue Kindersitzmodelle. Testverlierer im aktuellen Test sind der ÔÇ×Chicco Oasys i-Size BebecareÔÇť und ÔÇ×Maxi-Cosi TobiFixÔÇť. Der ÔÇ×Oasys i-SizeÔÇť hat beim Frontaufprall versagt. Das Gurtschloss wurde beim Crashtest aus der Sitzschale gerissen und der Kinder-Dummy herausgeschleudert. Das Verletzungsrisiko im Ernstfall ist dadurch enorm. Chicco wurde vorab ├╝ber das Testergebnis informiert und liefert nach eigenen Angaben nur noch eine ├╝berarbeitete Version aus.┬á

CHICCO tauscht Komponente aus

 

Chicco k├╝ndigt hiermit einen freiwilligen Austausch an, der m├Âglicherweise die Autokindersitze Oasys i-Size betrifft, die vom 27. September 2018 bis 4. April 2019 ausgeliefert wurden. Das Produkt (Oasys i-Size, mit den Artikelnummern 79598 und 79133) kann sehr einfach identifiziert werden: anhand des Aufklebers (A) unter dem Sitz, auf dem die Zulassungsnummer (B) 000016 und die Seriennummer (C) zu finden sind.

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Maxi-Cosi TobiFix enth├Ąlt Schadstoffe - Bild: ADAC

Maxi-Cosi TobiFix enth├Ąlt Schadstoffe – Bild: ADAC

Beim ÔÇ×Maxi-Cosi TobiFixÔÇť enth├Ąlt der Bezugstoff das Flammschutzmittel TCPP in zu hoher Konzentration.

Insgesamt wurden 31 in Deutschland erh├Ąltliche Babyschalen und Kindersitze auf ihre Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und den Schadstoffgehalt hin untersucht. 27 Modelle ├╝bertreffen die gesetzlichen Vorschriften zum Teil deutlich und schneiden mindestens mit ÔÇ×befriedigendÔÇť ab, zwei weitere erhalten ein ÔÇ×ausreichendÔÇť. Spitzenreiter ist die Babywanne ÔÇ×Maxi-Cosi Jade + 3wayFixÔÇť, die vor allem in der Kategorie ÔÇ×SicherheitÔÇť punktet. Allerdings z├Ąhlt die Babyschale mit 420 Euro zu den teuersten Produkten ihrer Klasse und kann nur in den ersten Lebensmonaten (bis 70 cm K├Ârpergr├Â├če) genutzt werden.

Vier der getesteten Modelle haben ein optionales Alarmsystem, das verhindern soll, dass Kinder im Auto vergessen werden. Die Sitze – mit Ausnahme des ÔÇ×Chicco Oasys i-SizeÔÇť – konnten ├╝berzeugen, die Alarmsysteme jedoch nicht. Die Tester bef├╝rchten unter anderem, dass sich Eltern zu sehr auf das Alarmsystem verlassen k├Ânnten.

Inzwischen kommen immer mehr Sitze in den Handel, die sich vom S├Ąuglings- bis ins h├Âhere Kindesalter verwenden lassen. Die meisten konnten im Test mit ÔÇ×gutÔÇť oder ÔÇ×befriedigendÔÇť abschneiden. Der Nachteil: Das Kind kann im Sitz nicht au├čerhalb des Autos bef├Ârdert werden.

Zunehmend beliebter werden Produkte, bei denen Basis und Sitz getrennt sind. Mit nur einer Isofix-Station k├Ânnen im Laufe der Jahre zwei oder drei altersgem├Ą├če Sitze desselben Herstellers montiert werden. Nachteil: Eltern legen sich ├╝ber Jahre hinweg auf einen Hersteller fest.

Unerfreuliche Erkenntnis aus dem Test: Kindersitze werden immer teurer. Der Gro├čteil der aktuell getesteten Modelle ist nicht unter 200 Euro erh├Ąltlich. Die teuersten kosten sogar ├╝ber 500 Euro. Dass aber Preis und Qualit├Ąt nicht zwingend zusammenh├Ąngen m├╝ssen, zeigt der im Test durchgefallene ÔÇ×Chicco Oasys i-SizeÔÇť, der mit 400 Euro zu den teureren Modellen in seiner Klasse z├Ąhlt. Gleichzeitig gibt es Kandidaten, die f├╝r unter 100 Euro zu haben sind und dabei von unseren Testern gute ADAC Urteile erhalten wie der ÔÇ×Nania Beone SPÔÇť oder der ÔÇ×Britax R├Âmer AdventureÔÇť.

Alle Details zum Kindersitztest finden Sie hier: www.adac.de/kindersitztest

Quelle: ADAC e.V.
Internet: www.adac.de

Bild/er: Chicco / ADAC

 

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