R├╝ckruf: Blaus├Ąure ÔÇô Bio B├Ąckerei Spiegelhauer ruft „Bio Bittere Aprikosenkerne“ zur├╝ck

Die Bio B├Ąckerei Spiegelhauer mit Sitz in Pirna informiert ├╝ber den R├╝ckruf des Produktes ÔÇ×Bio Bittere AprikosenkerneÔÇť mit dem MHD 31.01.2020. Die betroffenen Aprikosenkerne wurden auch online vertrieben.

In den betroffenen „Bio Bittere Aprikosenkernen“ wurde ein┬áerh├Âhter Gehalt an┬áCyanwasserstoff (Blaus├Ąure) nachgewiesen. Eine Gesundheitsgef├Ąhrdung┬ákann beim Konsum dieser Aprikosenkerne nicht ausgeschlossen┬áwerden.

Blaus├Ąure ist┬áein nat├╝rliches Toxin in bitteren Aprikosenkernen. Die Freisetzung des Toxins findet z.B.┬ábeim Kauen der bitteren Aprikosenkerne statt.

achtungBetroffene Artikel


BIO Bittere Aprikosenkerne
Art. Nr. 738 
Inhalt: 1kg
Mindesthaltbarkeitsdatum 31.01.2020

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Hintergrund

Bittere Aprikosenkerne enthalten einen relativ hohen Anteil an Amygdalin. Nach Aussage des Bayerischen Staatsministeriums f├╝r Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz k├Ânnen bereits wenige Kerne t├Ąglich zu Vergiftungserscheinungen f├╝hren. Die Kerne enthalten bis zu 300 Milligramm Cyanid je 100 Gramm bzw. bis zu einem Milligramm pro Kern. Bei ├╝berm├Ą├čigen Verzehr k├Ânne die Blaus├Ąure wichtige Enzyme der Zellatmung blockieren und im schlimmsten Fall zu innerer Erstickung f├╝hren. Bei geringeren Konzentrationen kann der menschliche Organismus Blaus├Ąure normalerweise ausscheiden. Anzeichen f├╝r eine Blaus├Ąurevergiftung sind starke Kopfschmerzen, Schwindel und ├ťbelkeit sowie eine bl├Ąuliche Verf├Ąrbung der Haut und Erstickungsgef├╝hle. Das Bundesinstitut f├╝r Risikobewertung r├Ąt, maximal zwei bittere Kerne pro Tag zu essen oder ganz darauf zu verzichten. Andere Quellen nennen 40 Kerne als niedrigste t├Âdliche Dosis f├╝r eine erwachsene Person mit 60 kg K├Ârpergewicht bzw. entsprechend der typischen Metabolisierungsrate (Entgiftungsrate) 7 Kerne pro Stunde.

In der Stellungnahme des Bayerischen Staatsministeriums f├╝r Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hei├čt es: ÔÇ×Die Nachfrage nach Bitteren Aprikosenkernen ist gestiegen, seit in verschiedenen Medien der Verzehr als alternativmedizinische Ma├čnahme zur Krebsbehandlung empfohlen wurde. Diese Empfehlungen zielen auf nicht wissenschaftlich anerkannte, therapeutische Wirkungen ab und lassen die f├╝r ein Lebensmittel anzuwendenden Sicherheitsaspekte in gef├Ąhrlicher Weise au├čer Acht.ÔÇť

Auch die Apothekerkammer Westfalen warnt vor dem Verzehr von bitteren Aprikosenkernen wegen der Gesundheitsrisiken. In einer Stellungnahme hei├čt es: ÔÇ×In verschiedenen Medien wurden sie als Alternativmedizin gegen Krebs empfohlen ÔÇô wissenschaftlich ist dies nicht gesichert. Aprikosenkerne sind nach jetzigem Wissensstand als gesundheitsgef├Ąhrdende Lebensmittel einzustufen und nicht als medizinisch wirksame Arzneimittel.ÔÇť

Die Substanz Amygdalin, die aus Aprikosenkernen isoliert werden kann, hat weder in Tierversuchen noch in einer klinischen Studie mit Krebspatienten irgendeine Wirkung auf die Entwicklung des Tumors gehabt

Quelle:┬áDieser Artikel basiert auf dem Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Aprikosenkern aus der freien Enzyklop├Ądie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz f├╝r freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verf├╝gbar.

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