R├╝ckruf: Listerien – Dringende Warnung vor Schinken- und Wurstprodukten der Firma Sieber

Beachten Sie das Update vom 30.05.2016
Sieber ruft mehr als 200 verschiedene Wurstprodukte zur├╝ck >>


Verbraucherschutzministerium r├Ąt vom Verzehr von┬áSchinken- und Wurstprodukten der Firma Sieber ab

Aus Gr├╝nden des vorbeugenden Verbraucherschutzes r├Ąt das Bayerische┬áVerbraucherschutzministerium bis auf weiteres davon ab, Schinken- und┬áWurstprodukte der Firma Sieber, Geretsried, zu konsumieren. Die Schinken und┬áWurstprodukte sind m├Âglicherweise mit Listerien belastet und gesundheitsgef├Ąhrdend.┬áDie Produkte sind ├╝berregional in Verkehr gelangt.

ÔÇ×Aktuelle Nachweise auf Grundlage der beh├Ârdlichen Proben liegen f├╝r die f├╝nf genannten Wurst- und Fleischwaren vor. Es werden weitere Lebensmittelproben genommen. Der Betrieb wurde umgehend f├╝r die weitere Produktion gesperrt. Von der Sperrung sind alle Produkte betroffenÔÇť, so ein Sprecher des Bayerischen Staatsministeriums f├╝r Umwelt und Verbraucherschutz auf unsere Nachfrage

[ig_notice color=“red“]UPDATE 15:58 Uhr:┬áDer amtlich angeordnete┬áR├╝ckruf gilt nach Auskunft der Kreisbeh├Ârde┬áf├╝r alle Produkte des Herstellers!!┬á

Wursterzeugnisse von Sieber werden unter anderem ├╝ber die gro├čen Lebensmittelketten (oft unter Eigenmarken „Gut Bartenhof“, „Gut Ponholz“) wie Penny, REWE, Norma, Netto, Edeka, Merkur, Tegut und Andere aber auch ├╝ber Amazon angeboten. Vorsicht ist auch bei Bedienware an Wursttheken geboten,

Nach Angaben auf der Unternehmenswebsite z├Ąhlen auch die Flugh├Ąfen M├╝nchen und Frankfurt, sowie Gro├čk├╝chen und Kantinen bekannter Automobilmarken, und die Versorgung des Olympiazentrums zu den Abnehmern der Produkte.

Verbraucher k├Ânnen Produkte auch anhand der Betriebsnummer┬áDE BY 10751 EG identifizieren

Sieber f├Ąhrt auch eine vegetarische Linie, die unter der Bezeichnung „Vegetaris“ angeboten wird. Ob die Warnung des Verbraucherschutzministeriums auch f├╝r diese Produkte gilt ist derzeit noch nicht gekl├Ąrt, wir halten sie aber auf dem Laufenden ├╝ber die weitere Entwicklung (anm. d. Redaktion)[/ig_notice]

lmm

Die genauen┬áVertriebswege werden derzeit ermittelt. Das zust├Ąndige Landratsamt┬áBad T├Âlz-Wolfratshausen hat der Firma vorab m├╝ndlich untersagt, Ware in┬áVerkehr zu bringen und angeordnet, auf dem Markt befindliche Ware zur├╝ckzurufen.

Nach aktuellen Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts (RKI) wird vermutet,┬ádass die unter der Bezeichnung „Original Bayerisches Wammerl“ vertriebenen┬áProdukte der Firma Sieber in Zusammenhang mit einem Listeriose-Ausbruch in S├╝ddeutschland stehen.

Erster R├╝ckruf schon im M├Ąrz

Bereits im M├Ąrz diesen Jahres hatte das Unternehmen einen R├╝ckruf f├╝r das Produkt┬áÔÇ×Original Bayrisches WacholderwammerlÔÇť┬ádurchgef├╝hrt, nachdem im Rahmen einer amtlichen Untersuchung eine Kontamination mit Bakterien festgestellt wurde. Warum nun erneut, bzw. noch immer kontaminierte Ware in den Verkauf gelangt ist,┬áwerden die zust├Ąndigen Beh├Ârden zu beantworten haben

Meldung vom M├Ąrz 2016 >>

Das RKI spricht nach molekularbiologischen Erkenntnissen von einer sehr hohen, nach epidemiologischen Erkenntnissen von einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass die unter der Bezeichnung
„Original Bayerisches Wammerl“ vertriebenen Produkte in Zusammenhang┬ámit einem Listeriose-Ausbruchsgeschehen im Zeitraum von 2012 bis┬ázum jetzigen Zeitpunkt stehen.

Nachdem umfangreiche amtliche Untersuchungen der bayerischen Lebensmittel├╝berwachung┬ávon derzeit auf dem Markt befindlicher Ware der Firma┬áSieber heute in f├╝nf weiteren F├Ąllen positive Listerienergebnisse auf verschiedenen┬áWurstwaren ergeben haben, bestehen hinreichende Anhaltspunkte daf├╝r, dass von Erzeugnissen der Firma Sieber eine Gef├Ąhrdung f├╝r die Gesundheit┬áder Verbraucher ausgehen kann, auch wenn ein direkter Nachweis von Listerien┬ánicht f├╝r s├Ąmtliche Produkte der Firma Sieber vorliegt. Die insoweit bestehende┬áUnsicherheit kann aufgrund der beschr├Ąnkten M├Âglichkeiten der vollst├Ąndigen┬áwissenschaftlichen Aufkl├Ąrung lebensmittelbedingter Krankheitsausbr├╝che nicht innerhalb┬áder gebotenen Zeit behoben werden.

 

 

[ig_notice color=“red“]ACHTUNG! Gesundheitsgefahr!
Verbraucherinnen und Verbraucher, die eines oder mehrere dieser Produkte erworben haben, sollten unbedingt auf den Konsum verzichten

Listerien k├Ânnen neben ├ťbelkeit, Erbrechen oder Durchfall nach dem Verzehr betroffener Lebensmittel auch nach l├Ąngerer Inkubationszeit (z.T. ├╝ber 3 Wochen) Symptome ├Ąhnlich eines grippalen Infekts ausl├Âsen. Hierbei ist insbesondere die Gesundheit von Schwangeren, kleineren Kindern und Immungeschw├Ąchten gef├Ąhrdet. Sollten oben genannte Symptome auftreten, suchen Sie umgehend Ihrem Hausarzt auf.

Eine Listeriose verl├Ąuft bei gesunden Menschen meist harmlos oder wird sogar kaum bemerkt. Werden besonders viele Erreger aufgenommen, kann es zu Fieber und Durchf├Ąllen kommen. Kleinkinder oder Menschen mit geschw├Ąchter Immunabwehr, wie frisch Operierte, Aids- oder Krebspatienten und Diabetiker k├Ânnen schwer erkranken.

Der Ausbruch der Erkrankung kann bis zu acht Wochen nach Aufnahme der Bakterien erfolgen. Listerien k├Ânnen Sepsen (ÔÇ×BlutvergiftungenÔÇť) oder Meningitiden (Hirnhautentz├╝ndungen) verursachen, die mit Antibiotika behandelt werden k├Ânnen, aber dennoch in 30 Prozent der F├Ąlle zum Tode f├╝hren.

Besonders bei Schwangeren ist eine Listeriose sehr gef├Ąhrlich, da sie fatale Folgen f├╝r das ungeborene Kind haben kann. Es kann zu Fr├╝hgeburt, schweren Sch├Ądigungen oder sogar zum Absterben des F├Âtus kommen. Die Schwangere hingegen bemerkt die Erkrankung oft nicht einmal.[/ig_notice]

[ig_button size=“medium“ color=“red“ style=“normal“ link=“http://produktwarnung.eu/pweu/wp-content/uploads/2016/02/verbrauchertipps_schutz_vor_lebensmittelbedingten_infektionen_mit_listerien.pdf“ target=“_blank“]PDF –┬áSchutz vor Infektionen mit Listerien[/ig_button]

 

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