Loperamid: US-Arzneimittelbehörde warnt vor Risiko von schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen


Loperamid (Loperamidhydrochlorid) ist das meistverkaufte nicht rezeptpflichtige Antidiarrhoikum auf dem deutschen Markt. Bei Durchfällen (Diarrhoen) steht die symptomatische Behandlung im Vordergrund. Loperamid wird auch von der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin als symptomatische Bedarfsmedikation bei akutem Durchfall empfohlen

 

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Aktuell warnt nun die US Arzneimittelbehöärde (FDA) vor möglichen schwerwiegenden kardialen Ereignissen wie Herzrhythmusstörungen bei Einnahme in höheren Dosierungen als empfohlen, wie etwa durch Mißbrauch oder zu hohen Dosierungen. Das Risiko kann auch erhöht sein, wenn hohe Dosen von Loperamid und interagierende Arzneimittel wie etwa Cimetidin, Clarithromycin, Erythromycin, Gemfibrozil, Itraconazol, Ketoconazol, Chinidin und Chinin (auch in Tonic-Wasser enthalten), Ranitidin und Ritonavirgleichzeitig eingenommen werden.

Auch die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) warnt und weist nun darauf hin, dass eine über zwei Tage hinausgehende Behandlung mit Loperamid nur unter ärztlicher Verordnung und Verlaufsbeobachtung erfolgen darf.

Patienten sollten unbedingt auf eine genaue Dosierung hingewiesen werden

Die AkdÄ bitte alle beobachteten Nebenwirkungen (auch Verdachtsfälle) zu melden!
Auf der Internetseite der AkdÄ finden Sie dafür einen Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAW-Verdachtsfall online zu melden.

UAW Meldung >>   FDA Meldung >

Quelle: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
Internet: http://www.akdae.de/

 

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