Die die RAPUNZEL Naturkost GmbH informiert über den Rückruf des Artikels Rapunzel bioSnacky Rotklee, Samen für Sprossen und Keimlinge, in der 30g und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 12/2028. Betroffen ist nach Unternehmensangaben nur die Charge 11293.
Wie das Unternehmen mitteilt, wurden im Rahmen einer amtlichen Probenahme in dem betroffenen Produkt Shigatoxin-bildende Escherichia coli (STEC/EHEC) nachgewiesen. Diese Bakterien können gesundheitliche Beschwerden und in einzelnen Fällen schwere Krankheitsverläufe verursachen.
Betroffenes Produkt und daraus gezogene Sprossen nicht verzehren
Der betroffene Artikel wurde über den Onlinehandel und den stationären Handel bundesweit in Deutschland vertrieben.
Rapunzel bioSnacky Rotklee (Trifolium pratense)
Samen für Sprossen und Keimlinge
Nettofüllmenge: 30g
Charge: 11293
Mindesthaltbarkeitsdatum: 12/2028
Artikelnummer: 690280
EAN: 4006040169871
Der betroffene Artikel wurde über den Onlinehandel und den stationären Handel bundesweit in Deutschland vertrieben. Darüber hinaus wurde das Produkt nach Spanien (Kanarische Inseln), Rumänien, Österreich und Italien (Südtirol) und in das Vereinigte Königreich (Schottland) geliefert.
Kundinnen und Kunden können das betroffene Produkt gegen Erstattung des Kaufpreises in den jeweiligen Verkaufsstellen zurückgeben. Alternativ können die Samen sowie bereits daraus gezogene Sprossen sicher über den Restmüll entsorgt werden.
Infobox STEC/VTEC-Bakterien
Das Shigatoxin wirkt enterotoxisch und cytotoxisch und zeigt Ähnlichkeiten mit dem von Shigellen gebildeten Toxin. Analog werden VTEC (Verotoxin produzierende E. coli) benannt. Durch EHEC verursachte Darmerkrankungen wurden vornehmlich unter dem Namen enterohämorrhagische Colitis bekannt. EHEC-Infektionen zählen zu den häufigsten Ursachen für Lebensmittelvergiftungen. Der Erreger ist hoch infektiös: 10 – 100 Individuen sind für eine Erkrankung ausreichend. Die Bakterien können dramatisch verlaufende Durchfallerkrankungen hervorrufen. Als lebensbedrohliche Komplikation kann sich insbesondere bei Kindern unter sechs Jahren, älteren Menschen oder abwehrgeschwächten Personen in fünf bis zehn Prozent der Erkrankungen im Anschluss an die genannten Darmsymptome ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) entwickeln. Dieses ist hauptsächlich gekennzeichnet durch eine Schädigung der Blutgefäße, der roten Blutkörperchen und der Nieren, was häufig eine Dialyse erforderlich macht. Als weitere Komplikationen können Hirnblutungen, neurologische Störungen und Schädigungen an anderen Organen (Bauchspeicheldrüse, Herz) auftreten.
Personen, die nach dem Verzehr entsprechende Symptome aufweisen, sollten dringend einen Arzt aufsuchen.
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